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Google Ads CPC senken ohne Gebote zu kürzen

Veröffentlicht am 26. September 20268 Min. Lesezeit
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Die kurze Antwort

Der durchschnittliche CPC in Google Ads ist Kosten geteilt durch Klicks. Wer Gebote senkt, verändert beide Zahlen – und verliert dabei Impressionen, Klicks und meist auch Conversions. Wer stattdessen Suchbegriffe ausschließt, die nie kaufen wollten, entfernt nur Klicks aus dem Zähler und dem Nenner, die ohnehin nichts eingebracht haben. Der Durchschnitt sinkt, ohne dass eine einzige relevante Auktion aufgegeben wird.

Das funktioniert, weil die teuersten Klicks im Konto selten die besten sind. Informationssuchen, Jobsuchen, Reparaturanfragen und Marken von Mitbewerbern kosten oft mehr als der Klick, der tatsächlich zum Kauf führt. Schließt man sie aus, fällt der Mittelwert – und zwar dauerhaft, nicht nur bis zum nächsten Auktionsdruck.

Der durchschnittliche CPC ist ein Mittelwert, kein Preis

Google verkauft Ihnen keinen CPC. Google verkauft Ihnen einzelne Auktionen, jede mit einem eigenen Preis, und am Monatsende rechnet das Konto Kosten geteilt durch Klicks. Was in der Spalte „Durchschn. CPC" steht, ist das Ergebnis dieser Division — nicht ein Tarif, den Sie verhandeln.

Das klingt nach Haarspalterei, ist aber der ganze Unterschied. Ein Mittelwert lässt sich auf zwei Wegen senken. Entweder Sie drücken den Preis jeder einzelnen Auktion — das ist die Gebotssenkung, und sie kostet Position, Impressionsanteil und Volumen. Oder Sie entfernen die teuersten Einträge aus der Liste, die ohnehin nichts wert waren. Der zweite Weg kostet nichts, weil das Entfernte nie etwas eingebracht hat.

Ein Zahlenbeispiel, klein genug zum Nachrechnen. Ein Konto hat im Monat 2 000 Klicks und 3 000 € Kosten. Durchschnitts-CPC: 1,50 €. Darin stecken 200 Klicks auf Suchbegriffe wie „gehalt sanitärinstallateur", „waschmaschine selbst reparieren anleitung" und den Markennamen eines Wettbewerbers, die zusammen 600 € gekostet haben — also 3,00 € pro Klick. Schließen Sie diese 200 Klicks aus, bleiben 1 800 Klicks und 2 400 € übrig. Neuer Durchschnitts-CPC: 1,33 €. Elf Prozent weniger, ohne dass ein einziger kaufbereiter Nutzer die Anzeige nicht mehr gesehen hätte.

Warum die üblichen CPC-Tipps unvollständig sind

Die Ratgeber, die zu diesem Thema ranken, sagen fast alle dasselbe: Qualitätsfaktor verbessern, Anzeigenrelevanz erhöhen, Long-Tail-Keywords nutzen, Gebotsstrategie wechseln, zu Tagesrandzeiten weniger bieten. Nichts davon ist falsch. Aber alle diese Hebel setzen an der Frage an, wie teuer eine Auktion ist, und keiner an der Frage, ob diese Auktion überhaupt stattfinden sollte.

Der Qualitätsfaktor ist der beliebteste Ratschlag und der langsamste Hebel. Er bewegt sich über Wochen, er hängt an Daten, die Sie nur teilweise kontrollieren, und in einem Konto mit Smart Bidding ist er ohnehin eher Diagnose als Stellschraube. Vor allem aber: Ein hervorragender Qualitätsfaktor auf einem Keyword, das Suchbegriffe wie „kostenlos" und „selber machen" einsammelt, macht die Streuverluste billiger, nicht kleiner.

Der Wechsel der Gebotsstrategie ist der zweitbeliebteste Ratschlag und der riskanteste. Von „Conversions maximieren" auf „Klicks maximieren" umzustellen senkt den CPC garantiert — und die Conversion-Rate meistens gleich mit. Sie kaufen dann billige Klicks von Leuten, die nichts wollten. Der CPC in der Tabelle sieht besser aus, der CPA schlechter. Wenn Sie an mehreren Stellen gleichzeitig drehen, wissen Sie am Ende nicht, welche Änderung was bewirkt hat; wie man das vermeidet, steht in Google Ads optimieren, ohne das Konto unruhig zu machen.

Was in diesen Listen fehlt, ist der Teil des Kontos, der gar nicht optimiert werden muss, sondern abgeschaltet gehört. Und das ist in den meisten Konten, die wir auditieren, ein zweistelliger Prozentsatz der Klicks.

Welche Suchbegriffe teuer sind, ohne je zu konvertieren

Es gibt wiederkehrende Muster. Sie sehen in fast jedem Konto gleich aus, unabhängig von der Branche, und sie sind fast immer überdurchschnittlich teuer, weil sie auf dieselben kommerziellen Keywords matchen wie die guten Anfragen.

Jobsuchen. „stellenangebote", „gehalt", „ausbildung", „jobs". Wer „gehalt heizungsbauer" sucht, klickt auf die Anzeige eines Heizungsbauers, liest zwei Sätze und geht. Der Klick kostet dasselbe wie „heizung notdienst".

Informations- und DIY-Anfragen. „anleitung", „selber machen", „wie funktioniert", „unterschied zwischen", „vorlage", „muster", „kostenlos". Diese Begriffe haben oft eine sehr gute CTR — die Anzeige verspricht ja genau das Thema — und eine Conversion-Rate nahe null. Hohe CTR bei null Conversions ist die teuerste Kombination, die es gibt.

Reparatur und Ersatzteile, wenn Sie Neuware verkaufen. „ersatzteil", „reparieren", „gebraucht", „ebay kleinanzeigen".

Marken von Mitbewerbern, sofern Sie sie nicht bewusst und mit eigener Landingpage bespielen. Diese Klicks sind fast immer überdurchschnittlich teuer, weil der Markeninhaber selbst mitbietet und das Auktionsniveau hochhält.

Fremde Regionen, bei lokalem Geschäft. Ein Handwerker in Leipzig, der Klicks für „notdienst münchen" bezahlt, zahlt zweimal falsch: einmal den Klick, einmal die Bearbeitung der Anfrage.

Diese Liste ist ein Anfang, kein Ersatz für Ihre eigenen Daten. Eine ausführlichere Grundausstattung steht in Negative Keywords, die jedes Google-Ads-Konto braucht. Entscheidend bleibt: Ausgeschlossen wird, was in Ihrem Suchbegriffe-Bericht steht, nicht was in irgendeiner Liste steht.

Die Rechnung, die Sie vor dem Ausschließen machen sollten

Bevor Sie etwas ausschließen, beziffern Sie es. Ein Prozentwert aus einem Blogartikel hilft Ihnen nicht; die Zahl aus Ihrem eigenen Konto schon.

Gehen Sie in den Suchbegriffe-Bericht, Zeitraum 90 Tage, und filtern Sie auf Conversions = 0. Sortieren Sie nach Kosten absteigend. Was Sie jetzt sehen, ist die Liste der Suchbegriffe, für die Sie in drei Monaten bezahlt haben, ohne etwas zu bekommen. Ein Teil davon ist normal — nicht jeder Klick konvertiert, sonst bräuchten Sie kein Marketing. Der interessante Teil sind die Zeilen, bei denen Sie beim Lesen sofort wissen: Dieser Mensch wollte nie kaufen.

Addieren Sie die Kosten dieser Zeilen. Teilen Sie durch die Klicks. Vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrem Konto-CPC. In den Konten, die wir sehen, liegt der CPC dieser eindeutig nutzlosen Suchbegriffe meist über dem Kontodurchschnitt — nicht dramatisch, aber spürbar. Und der Anteil am Gesamtbudget bewegt sich typischerweise im mittleren ein- bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich, mit großen Ausschlägen nach oben bei Konten, die viel Broad Match und wenig Pflege haben.

Die Methode, diese Zahl sauber zu bestimmen statt zu raten, steht in Streuverluste in Google Ads beziffern statt schätzen. Der Punkt dieser Rechnung ist nicht, sich zu ärgern. Der Punkt ist, dass Sie danach wissen, wie viel CPC-Senkung überhaupt drin ist — und ob sich der Aufwand lohnt.

Eine Warnung dazu: Diese Rechnung ist nur so gut wie Ihr Conversion-Tracking. Wenn Telefonanrufe nicht gemessen werden, sieht ein hervorragender Suchbegriff wie ein Streuverlust aus. Wer auf Basis lückenhafter Daten ausschließt, schneidet sich ins eigene Fleisch. Conversion-Tracking als Basis jeder Ausschlussentscheidung geht durch, was vorher stimmen muss.

Wie der Ausschluss den CPC senkt — und wo er es nicht tut

Der Mechanismus ist arithmetisch, nicht magisch. Sie entfernen Klicks aus Zähler und Nenner. Wenn die entfernten Klicks teurer waren als der Durchschnitt, sinkt der Durchschnitt. Waren sie billiger, steigt er — und das kommt vor.

Das ist der ehrliche Teil, den die meisten Artikel zum Thema auslassen. Ein Konto, dessen Streuverluste vor allem aus sehr billigen informativen Long-Tail-Anfragen bestehen, sieht nach dem Aufräumen einen höheren Durchschnitts-CPC. Gleichzeitig sinken die Gesamtkosten und der CPA. Wenn Ihr Ziel „CPC-Zahl in der Tabelle kleiner" ist, kann das irritieren. Wenn Ihr Ziel „weniger Geld für nichts" ist, haben Sie gewonnen. Der CPC ist ein Mittel, kein Ziel — und die Trennung zwischen beidem ist der Grund, warum Google Ads Kosten senken, ohne Reichweite zu verlieren ein eigenes Thema ist.

Ein zweiter Effekt kommt dazu, langsamer und schwerer zu messen. Wenn Smart Bidding aufhört, Klicks von Nutzergruppen zu kaufen, die nie konvertieren, bekommt der Algorithmus ein saubereres Signal. Die Gebotsstrategie lernt auf einer Datenbasis, in der weniger Rauschen steckt. Wir beobachten in aufgeräumten Konten eine stabilere Performance über die Wochen — aber wir geben dafür bewusst keine Prozentzahl an, weil sie von zu vielen anderen Faktoren abhängt, um ehrlich isoliert zu werden.

Und ein dritter Punkt, der oft übersehen wird: Der Auktionsdruck in Ihrer Branche sinkt durch nichts, was Sie tun. Steigen die Gebote der Mitbewerber, steigt Ihr CPC, egal wie sauber Ihre Ausschlüsse sind. Ausschließen schützt Sie nicht vor dem Markt. Es sorgt nur dafür, dass Sie den Marktpreis nur für Klicks zahlen, die eine Chance hatten.

Match Types und der Fallstrick bei Performance Max

Negative Keywords gibt es in drei Optionen: weitgehend passend (Broad), Wortgruppe (Phrase) und genau passend (Exact). Für Ausschlüsse ist die Wortgruppe fast immer die richtige Wahl. Ein Phrase-Ausschluss auf „gehalt" entfernt „gehalt heizungsbauer", „durchschnittsgehalt heizungsbauer" und „heizungsbauer gehalt netto" in einem Zug.

Broad-Negative verhalten sich über die Match Types hinweg unvorhersehbar. Sie schließen manchmal mehr aus, als Sie erwarten. Wer breit ausschließt und dann feststellt, dass auch gute Suchbegriffe verschwunden sind, hat das Gegenteil von CPC-Optimierung erreicht: weniger Volumen bei gleichem Preis. Exact ist das Gegenteil — chirurgisch, aber Sie müssen jede Variante einzeln pflegen.

Bei Performance Max gelten andere Regeln, und sie kosten Arbeit. Eine PMax-Kampagne nimmt bis zu 10 000 auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene an. Listen mit auszuschließenden Keywords akzeptiert sie nicht. Das heißt: Ihre schön gepflegte Kontoliste greift dort nicht, und bei zehn PMax-Kampagnen müssen dieselben Ausschlüsse zehnmal eingetragen werden. Standard Shopping verhält sich dagegen wie Search und nimmt Listen an. Wie man überhaupt an die PMax-Suchbegriffe herankommt, steht in Performance Max Suchbegriffe sehen und ausschließen.

Wo es gar keine Suchbegriffe gibt: Display, Video und App melden keine. campaign_search_term_view liefert Daten für Search, Shopping und Performance Max — und sonst nichts. Wenn Ihr CPC-Problem in einer Display-Kampagne sitzt, hilft Ihnen kein negatives Keyword. Dort arbeiten Sie mit Placement-Ausschlüssen, und das ist ein anderes Handwerk.

Was das im Alltag bedeutet

Einmal aufräumen senkt den CPC für ein paar Wochen. Dann füllt sich der Suchbegriffe-Bericht wieder, weil Broad Match und PMax jeden Tag neue Varianten testen. Der Effekt ist kein Projekt, sondern eine Routine.

Realistisch heißt das: einmal pro Woche 20 bis 30 Minuten im Suchbegriffe-Bericht, gefiltert auf null Conversions, sortiert nach Kosten. Wer das ein Quartal durchhält, sieht den Unterschied. Wer es nach drei Wochen sein lässt — und das sind die meisten —, hat den alten Stand nach zwei Monaten wieder. Ob Sie das selbst machen oder abgeben, ist eine ehrliche Frage; Google Ads Agentur oder selbst machen geht die Rechnung durch.

Genau an dieser Stelle setzt PPCleaner an. Wir lesen jede Nacht die Suchbegriffe, für die Ihr Konto bezahlt hat, beurteilen, welche nie konvertieren konnten, und tragen sie als auszuschließende Keywords ein — in Search, Shopping und Performance Max, dort auch pro Kampagne, weil es nicht anders geht. Budgets, Gebote, Anzeigen und Keywords bleiben unberührt. Ein Suchbegriff, der in den letzten 90 Tagen konvertiert hat, wird nie ausgeschlossen. Und jeder einzelne Ausschluss lässt sich 90 Tage lang mit einem Klick rückgängig machen.

Wenn Sie vor dem ersten Ausschluss wissen wollen, in welcher Reihenfolge Sie Ihr Konto überhaupt durchgehen sollten, fangen Sie mit Google Ads Audit in der richtigen Reihenfolge an. Der günstigste Klick bleibt der, den Sie nie bezahlt haben.

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Häufige Fragen

Senkt jedes ausgeschlossene Keyword den durchschnittlichen CPC?

Nein. Der Durchschnitts-CPC sinkt nur, wenn die ausgeschlossenen Klicks teurer waren als der Kontodurchschnitt. Schließen Sie überwiegend billige informative Long-Tail-Anfragen aus, kann der Durchschnitts-CPC sogar steigen — während Gesamtkosten und CPA fallen. Das ist kein Fehler, sondern ein Hinweis darauf, dass der CPC allein die falsche Erfolgsmetrik ist.

Ist es nicht einfacher, einfach die Gebote zu senken?

Einfacher ja, aber es kostet Sichtbarkeit. Niedrigere Gebote bedeuten weniger Impressionen, weniger Klicks und in der Regel weniger Conversions — auch bei den Suchanfragen, die Sie eigentlich gewinnen wollten. Ausschlüsse entfernen nur die Auktionen, die Sie ohnehin nie hätten gewinnen wollen. Sie geben keine einzige relevante Auktion auf.

Welcher Match Type ist für auszuschließende Keywords der richtige?

Meistens die Wortgruppe (Phrase). Ein Phrase-Ausschluss auf "gehalt" fängt alle Varianten mit diesem Wort ab, ohne zu weit zu greifen. Broad-Negative verhalten sich über die Match Types hinweg unvorhersehbar und blocken gelegentlich mehr als beabsichtigt. Exact ist präzise, erfordert aber, dass Sie jede Schreibweise einzeln pflegen.

Warum greift meine Liste mit auszuschließenden Keywords in Performance Max nicht?

Weil Performance Max keine Listen mit auszuschließenden Keywords akzeptiert. Ausschlüsse müssen dort direkt auf Kampagnenebene eingetragen werden, bis zu 10 000 pro Kampagne. Bei mehreren PMax-Kampagnen bedeutet das, dieselben Ausschlüsse mehrfach zu pflegen. Standard Shopping verhält sich dagegen wie Search und nimmt Listen an.

Wie oft muss ich den Suchbegriffe-Bericht durchgehen, damit der Effekt bleibt?

Wöchentlich. Broad Match und Performance Max erzeugen laufend neue Suchbegriff-Varianten, deshalb ist einmaliges Aufräumen ein Effekt auf Zeit. 20 bis 30 Minuten pro Woche, gefiltert auf null Conversions und sortiert nach Kosten, halten den Stand. Wer das automatisiert, spart sich die Disziplin — das ist genau die Aufgabe, die PPCleaner jede Nacht übernimmt.

Über den Autor

Alain Abulafya

Gründer von PPCleaner · Google-Ads-Berater & Media Buyer

Alain arbeitet seit mehr als 15 Jahren im digitalen Marketing, davon über 10 Jahre in der Betreuung und Optimierung von Google-Ads-Kampagnen. Er hat mehr als 100 Werbetreibende aus E-Commerce und Leadgenerierung begleitet und ist Google Partner. PPCleaner hat er entwickelt, um die Suchbegriffsanalyse zu automatisieren, die er für seine Kunden von Hand erledigte.

Streuverluste stoppen

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Jede Nacht prüft PPCleaner die Suchanfragen, die Ihre Kampagnen tatsächlich bezahlt haben, gruppiert sie nach Intention und schließt die aus, die nie konvertieren. Kein Ausgabenschwellenwert, nichts außer auszuschließenden Keywords wird angefasst — und ein Klick macht jede Entscheidung rückgängig.

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